Nidderau-Ostheim. 13.9.2018 – Zu einer abendlichen Übung mit Verletzten und Vermissten in einer brennenden Werkstatt- und Lagerhalle wurden die Einsatzkräfte aus Ostheim und Erbstadt alarmiert. Wie die Übungsleitstelle über Funk mitteilte, war ein Feuer in einem Werkstatt- und Maschinenbetrieb „In der Wolfskaute“ gemeldet worden.

Als das erste Löschfahrzeug bereits wenige Minuten später am vermeintlichen Unglücksort eintraf, musste der Einsatzleiter bei der Erkundung feststellen, dass in mehreren Gebäudeteilen Menschen eingeschlossen waren und der Brand drohte sich auf das Gesamtgebäude weiter auszudehnen.

Neben der umgehenden Menschenrettung und Brandbekämpfung galt es nun, die Einsatzstelle zu strukturieren. Es waren rund 35 Einsatzkräfte mit 4 Fahrzeugen vor Ort, um den Brand und die dort zu bewältigten Aufgaben unter Kontrolle zu bringen.

Vorbildlich wurden beim Eintreffen der unterstützenden Kräfte Einsatzabschnitte gebildet und das Zusammenwirken der Wehren aus Ostheim und Erbstadt geregelt, so das ein Teil der Kameraden die Suche nach den Eingeschlossenen und die Brandbekämpfung mit mehreren Angriffstrupps im Gebäude übernehmen konnte. Ein anderer Teil wurde mit einer technischen Rettung „Person unter einer Maschine eingeklemmt“ beauftragt. Eine besondere Herausforderung war die Rettung einer bewusstlosen Person mittels einer Steckleiter und Schleifkorbtrage von einem Hallendach.

Nach wenigen Minuten waren alle Vermissten von den Trupps gefunden, aus der Halle gebracht und dem Rettungsdienst übergeben. Damit die Übung in weitgehend realistischem Umfeld ablaufen konnte, war neben Rauch durch eine Nebelmaschine und angeschlossenen Atemschutzgeräten auch Wasser auf den Schläuchen der Trupps. „Die hatten also ordentlich was zu leisten“, stellten die Übungsleiter Markus Müller, Stefan Zwirner aus Ostheim und Benjamin Henn aus Erbstadt fest.

Die abschließende Brandbekämpfung und Entrauchung erfolgte ebenso routiniert wie die Abstimmung untereinander zwischen den Stadtteilwehren. Bis in die Dunkelheit hinein galt es dann, die unzähligen Schläuche und weiteren Einsatzmittel zu verstauen, bevor alle Mitwirkende in der Feuerwache Ostheim zu einer gemeinsamen Nachbesprechung bei kühlen Getränken und leckerem Leberkäse zusammenkamen.

„Die Übung hat wieder einmal das hohe Ausbildungsniveau in unserer Feuerwehr in Nidderau verdeutlicht“, so Markus Müller, Benjamin Henn.

Die Gemeinschaftübung findet einmal im Jahr schon seit 3 Jahren abwechselnd in Ostheim bzw. Erbstadt statt. Im nächsten Jahr heißt es dann wieder „Alarmübung in Erbstadt“.

Die Feuerwehr dankt insbesondere Herrn Heisig, Inhaber der Firma Kohl für die Bereitstellung der großen Halle und des Geländes.