Am Donnerstag, den 10.04.2014 machte sich unsere Jugendfeuerwehr auf den Weg nach Frankfurt, um den an der berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik (BGU) stationierten Rettungshubschrauber „Christoph 2“ zu besichtigen. Da wir während des regulären Flugbetriebs, der von Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang stattfindet, die Besichtigung durchführten, kam es wie es kommen musste. Als wir in Frankfurt mit den neun Jugendlichen ankamen, startet der Helikopter gerade in Richtung Einsatzort, so dass die Jugendlichen erst einmal nur den Hubschrauber beim Start vom Boden aus zu Gesicht bekamen.

 

Um die Wartezeit für die Jugendlichen bis zur Ankunft des Helikopters am BGU zu verkürzen, wurde sich schnell bei MC Donalds gestärkt, um anschließend bei der Besichtigung alles neugierig zu erfragen. Nach der Stärkung ging es zurück zum BGU, wo der Helikopter gerade von seinem Einsatz zurück kam. Die Jugendlichen hatten dabei die Möglichkeit vom Hangar aus zu beobachten, wie der Helikopter auf dem Dach des BGUs landete. Als die Rotorblätter zum Stillstand gekommen waren, begrüßte uns die Crew. Während der Pilot uns dem Helikopter erklärte, wurde dieser vom Rettungsassistent mit Kerosin betankt und die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt. Wir erfuhren, dass der Hubschrauber einer von 16 Stück ist, welche durch das Bundesinnenministerium angeschafft worden sind. Dabei ist der Standort Frankfurt der zweite Stützpunkt gewesen, an dem in den 80er Jahren ein Rettungshubschrauber stationiert worden ist. Der jetzige Hubschrauber vom Typ Eurocopter EC 135 T2i, wurde 2007 neu angeschafft und hatte den stolzen Kaufpreis von ca. 6 Millionen Euro. Seine maximale Geschwindigkeit liegt bei ca. 216 km/h, so dass er innerhalb von 15 min an jedem Punkt in dem ihm zugeteilten Radius von 50 km ist. Neben dem Piloten, der übrigens von der Bundespolizei gestellt wird, fliegt der Rettungsassistent mit und unterstützt den Piloten während dem Flug bei der Navigation. Weiterhin fliegt ein(e) Notarzt/Notärztin mit, die vom BGU gestellt wird. Der Notarzt übernimmt am Einsatzort die Patientenversorgung und wird vom Rettungsdienst und seinem Rettungsassistenten unterstützt.

Nach dem uns der Pilot den Hubschrauber erklärt hatte, übernahm der Rettungsassistent Christian Hassenbach das Wort und zeigte den Jugendlichen die medizinische Ausstattung des Hubschraubers. Hier konnten die Jugendlichen hautnah erleben, wie der Puls, die Sauerstoffsättigung und der CO-Gehalt im Blut gemessen werden. Zum Schluss hatten die Jugendlichen noch die Möglichkeit ihre offen gebliebenen Fragen zu stellen. Dabei kam die Frage auf, ob der Patient im Hubschrauber auch reanimiert wird. Christian erklärte daraufhin, dass nur Patienten die sich in einem stabilen Zustand befinden mit dem Hubschrauber geflogen werden, allerdings kann es beim Flug zu Komplikationen kommen und eine Reanimation notwendig werden. Zum goldenen Abschluss machten wir noch Bilder vor dem Hubschrauber, wobei die Skyline von Frankfurt im Hintergrund nicht fehlen durfte. Dann verabschiedeten wir uns und traten die Heimreise an.