Unter diesem Motto führte unsere Jugendfeuerwehr am 24. und 25. Mai 2014 ihre diesjährigen 24 Stunden-Übung durch. Alles begann am Samstag um 9 Uhr mit einem großen Frühstück, damit die Kids für den Tag gestärkt waren. Anschließend kam es um 11 Uhr zur ersten Alarmierung per SMS auf das Handy des Gruppenführers. Sofort wurde die Truppe zusammen getrommelt und sich umgezogen. Dann ging es mit Blaulicht zur Einsatzstelle am Wasserbehälter in Erbstadt. Dort fanden die Kinder einen Anhänger mit auslaufender Flüssigkeit vor, welche zwar in diesem Fall nur Wasser war, aber auslaufendes Benzin darstellen sollte. Unter der Leitung des Jugendwarts Benjamin Henn, bauten die Jugendlichen völlig selbstständig ihre benötigten Gerätschaften auf und nahmen die auslaufende Flüssigkeit mit Schuttmulden und Bindemittel ordnungsgemäß auf.

 

Nach dem der Einsatz vorüber war, mussten wie im realen Leben die Fahrzeuge überprüft und neu bestückt werden, damit die Einsatzbereitschaft für neue Aufgaben hergestellt war. Anschließend hatten die Jugendlichen Freizeit und konnten sich bei Hot Dogs stärken. Bis es auf einmal um kurz nach 13 Uhr erneut alarmierte zu einem Wohnungsbrand mit einer vermissten Person auf dem Erlenhof. Dort fanden die Kinder einen vollständig vernebelten Wohnraum im ersten Obergeschoss vor, in dem der Angriffstrupp mit den selbstgebauten Atemschutzattrappen auf den Knien zuerst die vermisste Person suchen musste und anschließend die Brandbekämpfung vornahm. Um den Nebel aus dem Raum zubekommen und so eine bessere Sicht zu erlangen, wurde durch den Schlauchtrupp das Belüftungsgerät in Stellung gebracht. Außerdem wurde gleichzeitig die Brandbekämpfung von außen durch den Wassertrupp vorgenommen, um ein übergreifen der „Flammen“ auf das angrenzende Gebäude zu verhindern.

Nach Einsatzende wurde die gesamte Übung mit den Jugendwarten Henn und Starck nachbesprochen, wobei sie sehr erstaunt waren über das profihafte Vorgehen der Jugendlichen.

Nach so viel Aufregung stand für die Kids erst einmal Spaß und Entspannung auf dem Plan, hierzu ging es auf den Bolzplatz um eine Runde zu kicken. Als sie anschließend kaum zurück im Feuerwehrhaus waren, alarmierte es erneut. Diesmal ging es zum Fischteich, wo eine Person vermisst wurde, welche irgendwo im Wald oder den Feldern verschwunden war. Hierzu wurden drei Teams gebildet, welche die verschiedenen möglichen Richtungen absuchten. Auch diesmal waren die Betreuer über das geschickte Vorgehen erstaunt, so dass die Person schneller gefunden wurde als gedacht. Deshalb mussten die Betreuer kurzer Hand in die Trickkiste greifen und sich noch schnell eine weitere Übung überlegen. Kaum im Feuerwehrhaus angekommen, dauerte es nicht lange und der Feuerwehrnachwuchs wurde erneut alarmiert. Diesmal ging‘s zu einem Verkehrsunfall, dort musste der verletzte Fahrer über eine Trage sorgfältig und langsam gerettet werden. Da solch eine Übung noch nie durchgeführt wurde, wurden die Jugendlichen durch Tipps und Ratschläge von den Betreuern unterstützt. Anschließend wurde sich bei gegrilltem gestärkt, weil keiner wusste was noch alles am Abend auf dem Programm stehen wird. Während sich die Kinder bei Spielen erholten, klingelt es um 22 Uhr erneut. Diesmal sollten mehrere Holzstapel auf dem Winnerhof 2 brennen. Die Kids rückten mit Blaulicht und Martinshorn zur Einsatzstelle aus. Auf dem Weg dorthin konnte das Feuer schon von weitem gesehen werden. Nachdem die Wasserversorgung aufgebaut war, konnten die Jugendlichen mit drei Trupps mit den Löscharbeiten beginnen. Auf Grund der Größe dauerten diese 1,5 Stunden und die Kids waren anschließend erschöpft und müde.

Zurück im Feuerwehrhaus mussten sämtliche Gerätschaften geprüft und die Fahrzeuge neu bestückt werden, bevor um 0.30 Uhr die Nachtruhe angetreten wurde. Doch wie im echten Leben alarmiert es nicht nur bei Tag, sondern auch nachts. Um 3.45 Uhr ertönte schon wieder die Sirene, sodass der Gruppenführer alle wecken musste und sie schnell in die Einsatzkleidung steigen mussten. Doch wie sich herausstellte, waren auf der Strecke zwischen Erbstadt und Eichen keine freilaufenden Tiere zu sehen. Dies hieß also, alles nur falscher Alarm und zurück ins Feuerwehrhaus zum weiter schlafen. Um 8 Uhr nach dem Morgenappel wurden die Fahrzeuge noch ein letztes Mal überprüft, bevor es dann nach dem Abschlussfrühstück vorbei war.

Für die Kids war es zwar ein anstrengender Tag, aber ein voller Erfolg mit vielen neuen Erfahrungen, so dass auch für das nächste Jahr ein solcher Tag auf dem Plan stehen soll.