(BS) „Zwei Jahre Vorbereitung, die zu einer Basis führten, die unsere Feuerwehr Nidderau in Sachen Atemschutz nach vorn bringen wird“ waren die abschließenden Worte des Nidderauer Stadtbrandinspektors Dieter Bauer, als er seine Abschlussworte an die Teilnehmer und Ausbilder des ersten Atemschutztages der Freiwilligen Feuerwehr Nidderau richtete.

Das Team um den verantwortlichen Atemschutzbeauftragten in Nidderau, Sören Kalinowski, hatte sich rund zwei Jahre Zeit genommen, um ein Konzept zu erarbeiten, um zukünftig allen Atemschutzgeräteträgern und -trägerinnen in der Freiwilligen Feuerwehr Nidderau gleiche Ausbildungen in Theorie und Praxis lehren zu können. Und dieses Konzept fand am ersten Atemschutzausbildungstag nun seine Umsetzung.

 

Unterstützt von seinem Team; Torsten Lind, Sven Knies, Karsten Schneider, Sebastian Mattes und Christian Otto; begann Kalinowski den Tag im Feuerwehrgerätehaus des Stadtteiles Heldenbergen mit einer einführenden Theorieeinheit. Hierbei wurde im Speziellen eingegangen auf die zusätzliche Persönliche Schutzausrüstung für Atemschutzgeräteträger, Einsatzgrundsätze im Atemschutzeinsatz, richtiger und gezielter Umgang mit der Wärmebildkamera, richtige Dokumentation bei der Atemschutzüberwachung, Grundsätze und Möglichkeiten der Einsatzstellenbelüftung, sowie den Umgang mit Situationen, wenn es in einem Atemschutzeinsatz zu einem Notfall bei einem Kameraden kommen sollte.
Nach einer Pause ging der Ausbildungstag in die Praxis über. Hier wurden die Seminarteilnehmer in drei gemischte Gruppen aufgeteilt, um das am morgen Erlernte, sowie im Einsatzalltag bereits an Erfahrung gesammelte, in die Praxis umzusetzen. Großen Wert legten die Ausbilder darauf, dass die Teams sich aus verschiedenen Stadtteilen zusammensetzten, um einen besonderen Erfahrungsaustausch zu generieren. Es standen drei Ausbildungsstationen in der Praxis bereit, die von allen Teilnehmern unter Atemschutz abgearbeitet werden mussten. Man machte sich auf, einen simulierten Unfall eines Atemschutzgeräteträgers, einen Brandeinsatz mit vermisster Person und eine zielgerichtete Be- und Entlüftung eines Brandraumes abzuarbeiten.

„Das Konzept kam an, was man an der aktiven Mitarbeit und Diskussionen der Teilnehmer beobachten konnte“ so Kalinowski, „Das bestärkt uns weiter zu machen und weiter an den Grundlagen und Ausbildungen für Nidderau zu arbeiten“ ergänzte Stadtbrandinspektor Bauer.
So wurde dieser Tag nach einer regen Abschlussdiskussion mit zufriedenen Teilnehmern, Ausbildern und einem sehr zufriedenen Stadtbrandinspektor beendet, wobei man fest hielt, 2013 weitere Veranstaltungen folgen zu lassen, um möglichst viele Kameraden und Kameradinnen zu erreichen, sowie den eingeschlagenen Weg künftig zu intensivieren.
Besonderen Dank gebührt der Feuerwehr Heldenbergen, die trotz parallel laufenden Funklehrgang alle logistischen Aufgaben mit Bravour löste, der Stadt Nidderau für ihre Unterstützung in der Weiterentwicklung ihres Brandschutzes, allen Seminarteilnehmern für die Bereitschaft sowie dem Kameraden Schütz aus Ostheim für die umfangreiche Dokumentation.